Reisetipps

Verhalten bei Einladungen

Gemäß indischer Tradition werden Gäste als eine Art Gott betrachtet und auch so behandelt. Sollte Ihnen also einmal ein Fauxpas unterlaufen, wird man Ihnen dies nicht nachtragen, und es wird auch nicht zur Sprache gebracht. Dennoch gibt es einige Regeln, die Sie für den beruflichen Erfolg möglichst beachten sollten:

Sind Europäer zu indischen Festlichkeiten eingeladen, dürfen sie sich neben herzlicher Gastfreundschaft auf einige Überraschungen gefasst machen.

Welche Gastgeschenke sind willkommen, welche sind verpönt?
Inder lieben Präsente aus Europa, die wir hierzulande vielleicht als Kitsch empfinden mögen (wie die Schwarzwälder Kuckucksuhr, den weißblauen bayerischen Bierseidel oder den Zierteller mit dem Wappen der Heimatstadt). Glück verheißt stets, einen Elefanten (Ganesh) zu schenken. Achten Sie darauf, dass dieser den Rüssel auf der rechten Seite trägt, nach Möglichkeit aufwärts gerichtet. Niemals jedoch sollte man Lakshmi verschenken, obwohl diese als die Göttin des Geldes gilt. Das hieße nämlich, Sie verschenken Ihren Reichtum. Schwarz und Weiß sind die Farben der Trauer und Buße und daher als Verpackung tabu. Wenn man Blumengestecke schenkt, sollte man keine Frangipani (indische Nelken) auswählen, da diese üblicherweise Beerdigungen vorbehalten sind.

Wer etwas schenkt, sollte stets eine Karte beilegen, damit der Beschenkte weiß, woher es kommt. Denn man öffnet das Geschenk nicht im Beisein des Schenkenden.

Welche Regeln gelten beim Essen?
Wenn Sie mit der Hand essen, so benutzen Sie nur die rechte. Die linke ruht unter dem Tisch, da sie als unrein gilt. Sie können in die linke Hand bestenfalls Gabel oder Löffel nehmen, um der rechten etwas zuzuschieben. Ein Messer wird selten aufgedeckt, da das Essen in der Regel schon mundgerecht geschnitten ist. Grundsätzlich gilt, auch wenn Sie mit Besteck essen: Zum Mund geführt wird allein die rechte Hand.

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